Ausbildung

Truppmannausbildung

In der Regel wird in der heimischen Feuerwehr im ersten Jahr das praktische „Handwerk“ eines Feuerwehrmannes mit den wichtigsten theoretischen und praktischen Grundlagen beigebracht.

Danach geht es auf den Grundlehrgang. Eine 16-stündige Sanitätsausbildung als Ersthelfer an Unfallstellen, wie sie für den Führerscheinerwerb erforderlich ist, ist nachzuweisen und fließt in die 70 Ausbildungsstunden mit ein.
Entsprechend der Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 2 „Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr“ wird den Lehrgangsteilnehmern Basiswissen und grundlegende Tätigkeiten einer Truppfrau / eines Truppmannes in den taktischen Einheiten (Trupp, Staffel, Gruppe) vermittelt, so dass sie befähigt sind, die Funktion der Truppfrau / des Truppmannes unter Anleitung wahrzunehmen und an Einsätzen aktiv mitzuwirken. Praktische Unterweisungen in Geräten der Feuerwehr, der Vornahme eines Löschangriffes nach FwDV 3 „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“, der richtige Umgang mit tragbaren Leitern und die Technische Hilfe sind Bestandteil der praktischen Ausbildung.

Der Grundausbildungslehrgang als zweiter Teil der Truppmannausbildung ist mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abzuschließen.

Aus- und Fortbildung

…hat bei den Feuerwehren einen hohen Stellenwert, denn ein stetig wachsendes Aufgabenspektrum sowie Neuerungen bei Technik und Einsatzobjekten machen die Lehrgänge zur unverzichtbaren Grundlage bei allen Einsätzen. Nach der Grundausbildung, die die Basis für den Feuerwehrdienst bildet, besucht jedes Feuerwehrmitglied Fachlehrgänge, um spezielle Fähigkeiten zu erlernen. Dazu zählen z.B. Funklehrgang, Maschinistenlehrgang sowie Lehrgänge zur Technischen Hilfeleistung und zum Umgang mit Gefahrgut. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, da gerade der Atemschutz in den letzten Jahren eine immer wichtigere Rolle im Feuerwehreinsatz einnimmt. Derzeit sind 16 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Kemel zum Tragen von Atemschutzgeräten ausgebildet.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, einen LKW-Führerschein der Klasse C-CE zu erwerben.

Die Ausbildung findet in der örtlichen Feuerwehr bei regelmäßigen Übungen und Unterrichtsveranstaltungen sowie auf Lehrgängen des Rheingau-Taunus-Kreises statt. Führungslehrgänge, z.B. Gruppenführer, werden durch die Landesfeuerwehrschule in Kassel angeboten.