Spende der Windradbetreiber ermöglicht Feuerwehr Kemel Anschaffung einer Wärmebildkamera

KEMEL – Die Freiwillige Feuerwehr Kemel kann sich nun eine Wärmebildkamera anschaffen. Möglich wird dies durch eine Spende der Betreiber der drei Windenergieanlagen (WEA) auf Kemeler Gemarkung. Sie wollen sich damit bei den Bewohnern des Heidenroder Ortsteils für die Akzeptanz der Anlagen und das gutnachbarliche Verhältnis bedanken.

Norbert Herborn, einer der Gesellschafter und selbst aktiver Feuerwehrmann in Springen, hatte im Kontakt mit seinen Kameraden festgestellt, dass die häufig zu Einsätzen ausrückende Stützpunktfeuerwehr Kemel eine Wärmebildkamera schon so manches Mal schmerzlich vermisst wurde, mit der man versteckte Glutnester aufspüren und dann gezielt bekämpfen kann. Bisher mussten die Heidenroder Feuerwehren die Kamera der Bad Schwalbacher Wehr anfordern. Das war mit Zeitverlust verbunden und bedeutete auch ein höheres Brandrisiko durch möglicherweise zu spät erkannte Gefahrenherde.

In der Gesellschafterversammlung der Herborn Illek Nischik H. Schneider L. Schneider Schreiber GbR mit Sitz in Heidenrod-Springen wurde das Thema erörtert und ebenso spontan wie einmütig beschlossen, der Kemeler Wehr einen Betrag von 3000 Euro zur Verfügung zu stellen. Mit ein Anlass war, dass die drei Großwindkraftanlagen nunmehr seit über einem Jahr am Netz sind und ihren Betreibern, die alle in Heidenrod beziehungsweise im Untertaunus zu Hause sind, bei einer Betriebsverfügbarkeit von 99 Prozent Ertrag liefern.

Dazu kommt, dass nicht nur Norbert Herborn und sein Sohn aktive Feuerwehrmänner sind, sondern auch der Sohn von Mitbetreiber Ludwig Schneider in Niedernhausen-Oberjosbach. Somit war ihnen bestens bekannt, dass die Budgets für Ausstattungen stets knapp sind und die Wehren beziehungsweise ihre Fördervereine darauf angewiesen sind, durch Feste und Spenden ihre Kasse aufzufüllen.

Übergeben wurde der symbolische Spendenscheck im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus in Kemel an die Vertreter der Wehr und des Fördervereins. Der hat die Wärmebildkamera inzwischen bereits bestellt, „sie steht kurz vor der Auslieferung“ berichtete der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Sascha Schneider (Kemel) vom aktuellen Sachstand. Vielleicht klappt’s ja noch mit dem Weihnachtsgeschenk rechtzeitig zum Fest.


Quelle: Spende der Windradbetreiber ermöglicht Feuerwehr Kemel Anschaffung einer Wärmebildkamera – Beitrag im Wiesbadener Tagblatt vom 19.12.2013

Link: http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/untertaunus/heidenrod/spende-der-windradbetreiber-ermoeglicht-feuerwehr-kemel-anschaffung-einer-waermebildkamera_13718961.htm