Ein Verletzter nach Wohnhausbrand: Großeinsatz in Kemel

Bei einem Brand eines Wohnhauses in Kemel ist am Samstagvormittag ein 76-jähriger Mann verletzt worden. Er kam mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Die Feuerwehr Kemel war in den letzten Wochen stark gefordert: Erst die geplatzte Wasserleitung im eigenen Gerätehaus, dann am 10. und 14. Februar schwere Verkehrsunfälle mit einem Toten auf der B260. Doch am Samstagvormittag ging der Melder erneut auf: „Gebäudebrand in der Bäderstraße in Kemel!“ So lautete gegen 10:24 Uhr die Alarmierung für die Feuerwehren Kemel, Huppert, Laufenselden, Mappershain, Springen und Bad Schwalbach Kernstadt sowie Polizei und Rettungsdienst.

Bereits als die ersten Rettungskräfte am Einsatzort eintrafen, wurde die Sicht durch die erhebliche Rauchentwicklung erschwert und dichte Flammen schlugen aus dem Haus, das an der Hauptdurchgangsstraße inmitten des dicht besiedelten Ortskerns liegt.

Mit zwei C-Rohren im Innenangriff und einem im Außenangriff gelang es den sechs eingesetzten Atemschutztrupps, den Brand zu löschen und ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser zu verhindern. Zunächst galt es jedoch, sich im Gebäude befindliche Personen zu retten und den Brandherd zu lokalisieren – was wegen des dichten Qualms nicht so einfach war. Nachdem eine Abluftöffnung im Dach des Hauses geschaffen wurde, konnte das Haus durch den Einsatz eines Druckbelüfters entraucht werden. Das Erdgeschoss des Hauses brannte vollständig aus.

Der 76-jährige Hausbewohner wurde offenbar nach dem Anzünden eines Ölofens von den Flammen im Haus überrascht. Beim vergeblichen Versuch, den Brand selbst zu löschen, verletzte er sich, so dass er mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Der Störungsdienst der SÜWAG sperrte die Versorgungsleitungen zum Haus ab. Die Brandursache ist noch nicht bekannt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Feuerwehr Bad Schwalbach unterstützte die Heidenroder Wehren mit ihrer Drehleiter und einer Wärmebildkamera. Die Feuerwehr Kemel war mit 18 Einsatzkräften und dem HLF und dem MTW eingesetzt; ebenfalls waren der stellv. Gemeindebrandinspektor Jürgen Schrömges sowie der Brandschutzaufsichtsdienst vor Ort.




Text und Bilder: Feuerwehr Kemel

 

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