Ehemalige Jagdhütte bei Watzelhain nicht mehr zu retten

Durch einen Brand restlos zerstört wurde am Montagabend ein im Wald unterhalb von Watzelhain gelegenes Wochenendhaus. Ein Übergreifen auf den Wald konnten die vier am Einsatz beteiligten Heidenroder Feuerwehren verhindern.

Es war gegen 19:15 Uhr, als ein Watzelhainer Bürger mit seinem Auto auf dem Schlehenweg am Dorfgemeinschaftshaus (DGH) vorbei fuhr und ein Stück weiter unten im Wald Feuerschein bemerkte. Sofort informierte er über die Notrufnummer 112 die Rettungsleitstelle und die löste für mehrere Heidenroder Feuerwehren Alarm aus.
Die Freiwillige Feuerwehr Watzelhain war als erstes zur Stelle und erkannte sofort die Lage. Etwa 500 Meter unterhalb der Ortslage im Hang zum Wispertal stand eine ehemalige Jagdhütte, heute als Wochenendhaus genutzt, bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Sofort begannen die ortskundigen Einsatzkräfte mit dem Aufbau einer Schlauchleitung vom Hydranten am DGH über einen direkt in Richtung Brandort führenden Feldweg, erläuterte der Watzelhainer Feuerwehrmann Günter Menz, einst stellvertretender Heidenroder Gemeindebrandinspektor. Währenddessen traf auch schon Verstärkung aus Kemel, dann auch aus Laufenselden mit Tanklöschfahrzeugen ein. Auch die Wehr aus Springen kam zu Hilfe. Die wasserführenden Fahrzeuge wurden über einen teilweise asphaltierten Wirtschaftsweg direkt zur Einsatzstelle dirigiert, so dass sofort mit den Löscharbeiten begonnen werden konnte.
Allerdings brannte das auf einem massiven Untergeschoss im Hang aus Blockbohlen errichtete Haus, immerhin etwa zehn mal fünf Meter groß, samt Inventar bereits lichterloh und war nicht mehr zu retten. Die Wehren hatten mit vereinten Kräften den Brand aber schnell unter Kontrolle. Vor allem konnten sie verhindern, dass die Flammen auf den unmittelbar angrenzenden Waldbestand, größtenteils aus Fichten bestehend, übergriff, wie der ebenfalls alarmierte Revierförster Volker Diefenbach erleichtert feststellte.
Vor Ort auch Heidenrods Bürgermeister Harald Schmelzeisen, Gemeindebrandinspektor Berislav Gutal und Kreisbrandinspektor Gunter Reiber. Der stellte gestern bei einer Nachschau anerkennend fest, dass die Heidenroder Wehren schnell im Einsatz waren und gute Arbeit geleistet haben. Auch Beamte der Polizeistation waren vor Ort, ebenso der im nahen Wispertal lebende Pächter des Anwesens. Nach Beendigung der Löscharbeiten blieb noch eine Brandwache vor Ort, um ein erneutes Aufflackern der schwelenden Reste notfalls schnell zu unterbinden.
Gestern nahmen Brandsachverständige des Kriminalkommissariats K 11 aus Wiesbaden das ausgebrannte Haus in Augenschein. Sie konnten aber noch keine konkreten Hinweise auf die mögliche Entstehungsursache des Feuers finden. Auch der Besitzer des ehemaligen Jagdhauses stand vor den traurigen Überresten seines gepflegten Anwesens. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei beläuft sich der reine Gebäudeschaden auf etwa 50000 Euro. Dazu kommt noch das vom Feuer vernichtete Inventar.



Text: Alfred Christ
Bilder: Feuerwehr Kemel

 

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